Das Impressum finden Sie am Ende jeder Seite

 

Home
Modifikationen
Intro
Modelle
Kataloge
LS-Chassis
Tips
Adressen
Verkäufe
Bildergalerie
"Die Erben"

 

Die Scriptum Modellpalette

Scriptum 1 Scriptum Hugo Scriptum 2 Scriptum 2S Scriptum 3 Scriptum 4 Scriptum 4S Scriptum Thrax Scriptum 5 Scriptum 5S Scriptum Cheo/Xeo Scriptum 6 Scriptum 6S Scriptum 7 Scriptum 7S Scriptum 8 Scriptum 9 Sondermodelle

Die Scriptum 1 besitzt einen Dynaudio 17cm Bass (in einem geschlossenen Gehäuse von etwa 15 L Volumen) und eine Vifa 20 mm Kalotte. Die Weiche ist für Scriptum-Verhältnisse ungewöhnlich, da der Bass ohne Begrenzung läuft und der Höchtoner mit einer Weiche 3. Ordnung angehängt ist. Alle anderen Scriptum Modelle mit reiner Dynaudio-Bestückung haben 6dB Weichen. Ein Schwachpunkt ist das dünne Gehäusematerial von nur 13mm Dicke. Die Schallwand ist immerhin 16mm dick. Da im Innern keine Versteifungen existieren, führt das Gehäuse ein reges Eigenleben, das durch die verwendete Steinwolle (mit der alle älteren Scriptum-Modelle bedämpft wurden) etwas im Zaum gehalten wird.
Die Scriptum 1 vermag auch mit kleinen  (leistungsschwachen) Verstärkern zu überzeugen. Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir hat ein Pärchen Scriptum 1 mit einer 2 x 20 Watt Moth Vor-, Endstufenkombination (aus England) betrieben und war damit vollauf zufrieden. Vor seinen Scriptum 1 hatte er eine Scriptum 6 an einer Perreaux SM2 (Vorstufe) und PMF1120 (Endstufe). Aus Platzgründen musste er dann umsteigen.
Ohne direkten Vergleich lässt die Scriptum 1 eigentlich auch nichts vermissen. Sie klingt unaufdringlich und ausgewogen, aber tendenziell etwas dunkler als die grösseren Modelle.
Stückpreis 1991 (Folie): DM 498,-

Zur Scriptum 1 fällt mir noch eine Geschichte ein, die für die Qualität der Dynaudio-Lautsprecher spricht:
Ein Kunde hatte ein Pärchen Scriptum 1 gekauft und kam einige Tage später wieder zurück in den Laden und sagte, einer der Basstreiber sei defekt. Nach einigem hin und her gestand er dann, dass er seinen Verstärker mit weit aufgedrehtem Lautstärkeregler betrieben und dann noch –um mehr Bass zu bekommen- den Bassregler bis zum Anschlag aufgedreht hatte. Dies sei eine Weile gutgegangen und der Klang wäre auch in Ordnung gewesen. Doch plötzlich sei ein Lautsprecher ausgefallen. Das Klang nach einem klassischen Hitzetod der Schwingspule und damit hohen Reparaturkosten. Aber nach dem Herausschrauben des Chassis stellte sich heraus, dass die Schwingspule noch in Ordnung, aber die Litze zwischen Lötanschluss und Schwingspule gerissen (!!) war. Die Litze wurde sorgfältig gelötet und der Lautsprecher spielte wieder wie zuvor. Somit muss ich den Dynaudio Chassis eine enorme Robustheit attestieren.

zum Seitenanfang

Die Scriptum Hugo / TimeWindow (beide Bezeichnungen sind gebräuchlich) besitzt einen Dynaudio 19W/38 Tieftöner und eine Peerless Hochtonkalotte in einem Bassreflexgehäuse, wobei der Basstreiber oberhalb des Hochtöners angeordnet ist (s. Bildergalerie). Die Stoffbespannung der Lautsprecher ist nicht abnehmbar. Bereits in den 80er Jahren gab es einen Lautsprecher mit dem Namen Time Window von der Firma DCM. Tatsächlich erinnert die Scriptum TimeWindow formal an die DCM Time Window.
Die Abmessungen sind (HxBxT in cm): 88 x 36 x 19

zum Seitenanfang

Die Scriptum 2 gab es als Mk I mit 20cm Vifa Tieftöner und 25mm Vifa Hochtonkalotte, als Mk II 20cm Dynaudio Bass (in einem geschlossenem Gehäuse) und 25mm Vifa Kalotte und in der Nachfolge-Version mit Dynaudio 28mm Kalotte und identischem Bass als Mk III. Die neueren Version bedeuten immer auch einen klanglichen Schritt nach vorne. Diese neuere Scriptum 2 ist eigentlich neben der weiter unten beschriebenen Scriptum 5S meine Favoritin. Sie macht einfach Spass beim Hören. Sie bietet eine hervorragende Räumlichkeit und die Klangabstimmung ist ebenfalls sehr gut gelungen. Mit ihr kann man einfach das Musikhören geniessen.
(Auf dem Bild ist die Mk III Version mit Dynaudio Hochtöner zu sehen.)
Stückpreis 1991 (Folie): DM 698,-

zum Seitenanfang

Die Bestückung der Scriptum 2S ist identisch mit der Scriptum 2 MkIII, allerdings strenger selektiert. Der Baß arbeitet wie bei der Scriptum 2 auf ein geschlossenes Gehäuse.

zum Seitenanfang

 

 

 

 

 

 

Die Scriptum 3 wurde zunächst als Mk I Version mit 24cm Dynaudio Bass (im geschlossenen Gehäuse), 10cm Konus-Mitteltöner von Vifa und einer Vifa 25 mm Hochton-Kalotte gebaut. In den Mitten deutlich ausgewogener abgestimmt als die Scriptum 2 Mk I. Die Scriptum 3 ist vermutlich unterschätzt, da sie sehr unauffällig abgestimmt ist. Später wurde in der Mk II Version ebenfalls (wie auf dem Bild zu sehen) ein Dynaudio 28mm Kalottenhochtöner eingesetzt.
Sie hat alle Tugenden der Scriptum-Lautsprecher, wie Langzeittauglichkeit, Neutralität und -mit der passenden Elektronik- eine tolle Räumlichkeit. 
Stückpreis 1991 (Folie): DM 898,-

zum Seitenanfang

Die Scriptum 4 in ihrer Urform kenne ich nur aus dem Schaufenster. Sie hatte einen 25cm Bass (Vifa 25WO48 in einem ca. 45L grossen Bassreflex-Gehäuse mit einem Bassreflexkanal), Seas 11F-M Konus Mitteltöner, Vifa 25mm Kalotte. Die Gehäuse waren in verschiedenen RAL Acryllacken zu haben. Diese Version nenne ich Mk I.
Die neuere Scriptum 4 (meine erste eigene Scriptum), besass dann -bei gleichen Abmessungen- zwei Reflexrohre und einen Dynaudio 28mm Hochtöner. Die Abstimmung war mir leider immer etwas zu hell; diese Tendenz machte es dem Hörer -ähnlich wie bei den grösseren Modellen Scriptum 6 und Scriptum 7- etwas schwerer sich in die Raumabbildung hineinzuhören. Die Weiche arbeitet durchgängig mit 6dB Filtern und weist im Bass ein Impedanzkorrekturglied auf. Im Hochtonbereich wurde ein Folienkondensator eingesetzt, im Mitteltonbereich eine Luftspule und ein Elko, im Bass eine Ferritkernspule. Der verwendete Basstreiber war damals nicht für seine Präzision bekannt und ausserdem schwingt das Gehäuse aufgrund fehlender Verstrebungen munter mit. Diese Version nenne ich Mk II.
Dieses Manko wurde dann in der letzten Version durch einen Wechsel von Spanplatte zu MDF als Gehäusematerial und einen Seas Tieftöner behoben. Somit war der Bass deutlich trockener und konturierter. Diese Version bezeichne ich als Mk III.
Stückpreis 1986 (Folie): DM 798,-
(Auf dem Bild ist die Mk III Version mit Seas Basstreiber zu sehen.)

zum Seitenanfang

 

 

 

 

 

 

Die Scriptum 4S habe ich selber noch nicht gehört. Bei der Bestückung werden ein 24cm Dynaudio Bass, eine 52mm Dynaudio Mitteltonkalotte und eine 28mm Hochtonkalotte eingesetzt. Der Bass arbeitet -wie bei der 2S auf ein geschlossenes Gehäuse.
Stückpreis 1991 (Folie): DM 1.498,-
Scriptum 4S MK II: Hatte die einfache 4S noch ein foliertes Gehäuse, so bekam sie in der MK II Version Echtholzfurnier und wie die 2S eine mit samtartigem Stoff beklebte Schallwand. Das Gehäuse erhielt außerdem eine beidseitig abgeschrägte Schallwand. Genau wie die 4S war die 4S Mk II eine geschlossene Box, Sie war wertiger verarbeitet als die alte 4S und kostete etwa 4000 DM das Paar.
zum Seitenanfang

Die Scriptum Thrax ist das Nachfolgemodell zur Scriptum 4S. Die Bestückung ist identisch zur 4S, die Frequenzweiche mit deutliche höherwertigen Bauteilen aufgebaut. Die Schallwand ist an beiden Seiten angephast und ist etwas stabiler als bei der 4S. Echholzfurnier unterstreicht den gehobenen Anspruch der thrax. Als optische Highlights gegenüber der 4S hat das Gehäuse auf einen kleinen Sockel, der über das restlich Gehäuse hinausragt. Außerdem ist eine schwarze Zierleiste hinter der angephasten Front eingepaßt. Ein wirklich schönes Detail.

zum Seitenanfang

Die Scriptum 5 wies -für die frühen 80er Jahre- eine klassische Dynaudio Chassis Kombination auf: Dynaudio 30cm Bass, Dynaudio 76mm Mitteltonkalotte und 21mm Hochtonkalotte. Der Bass arbeitete auf ein Bassreflexgehäuse mit einem rechteckigen Reflextunnel am unteren Rand der Schallwand. Der Klang war gegenüber der Scriptum 4 detailreicher, bot eine bessere/präzisere räumliche Abbildung und brachte einen tieferen und saubereren Bass. Im Vergleich zu den größeren Schwestern hätte er noch etwas präziser sein dürfen. 
Auch bei der Scriptum 5 kann ich mich an eine Episode erinnern, die sehr für die hohe Belastbarkeit der Dynaudio Chassis spricht. 
Nach einer Neuverkabelung mit höherwertigerem Kabel (von einem Kunden selbst durchgeführt; leider musste er dann die Lautsprecher aus finanziellen Gründen bald wieder abgeben), wurde ein Pärchen Scriptum 5 zum "Tag der offenen Tür" draussen vor das Geschäft gestellt. Um die Aufmerksamkeit der Leute zu wecken wurde die damalige "Audio" Test-CD aufgelegt und das Stück mit dem Gewitter abgespielt -bei sehr weit aufgedrehtem Lautstärkeregler. Da sich niemand die Boxen so richtig anhörte, fiel auch nicht auf, was sich erst etwa 2 Wochen später bei einer Vorführung im Laden herausstellte. Bei einer Box waren die Anschlüsse von Mitteltonkalotte und Tieftöner vertauscht. D.h. der Mitteltöner wurde mit den tieffrequenten Signalen versorgt und der Bass mit den Mittellagen. Der Mitteltöner hatte offensichtlich diese Behandlung nicht krummgenommen, denn nachdem er wieder richtig angeschlossen war, spielte die Box wieder wie gewohnt.Die Scriptum 5 gab es in Folie-Holznachbildung und Echtholzfurnier.
Stückpreis 1986 (Folie): DM 998,-zum Seitenanfang

Die Scriptum 5S ist mein absoluter Favorit unter den Scriptum Modellen. Ich erinnere mich noch, als Lutz Overbeck diese Box vorstellte. Es war die erste Scriptum Box mit pyramidenförmigem Gehäuse und dem damals brandneuen Dynaudio 24cm Bass mit 100mm (!!!) Schwingspule, der von einem 17cm Tiefmitteltöner und einer 28mm Dynaudio Kalotte unterstützt wurde. Als erstes wurde die Japan-Pressung (LP) von Sigue Sigue Sputnik’s "Flaunt It" aufgelegt, damals gerade erst erschienen. Allen Zuhörern verschlug es schlichtweg die Sprache. Die Boxen stellten das Musikgeschehen völlig selbstverständlich in den Raum. Die Abstimmung ist im Vergleich zu den grösseren Modellen etwas dunkler, was ich dafür verantwortlich mache, dass man praktisch keine "Eingewöhnungsphase" braucht um sich in den Lautsprecher reinzuhören. Wenn ich mich recht erinnere arbeiten sowohl der Bass, als auch der Tiefmitteltöner auf einen Variovent, also quasi auf ein bei tieferen Frequenzen "offenes" Gehäuse.
Stückpreis 1991 (Acryllack): DM 3.500,-
Stückpreis 1991 (Furnier): DM 2.798,-

zum Seitenanfang

Die Scriptum Xeo (in griechischen Lettern geschrieben und "Cheo" gesprochen) ist die Nachfolgerin der Scriptum 5S, mit identischer Bestückung.zum Seitenanfang Allerdings sind Weiche und Gehäuse deutlich aufwändiger. Ein markanter Unterschied zur 5S ist der seitlich überstehende Sockel wie bei der Thrax. Die 5S hat einen kleineren Sockel. Klanglich die Offenbarung schlechthin.
Die Xeo gab es in 3 verschiedenen Frequenzweichen-Varianten.
Die Auslegung war dabei prinzipiell identisch; bei der ersten Version wurden die Weichenbauteile hauptsächlich mit Heißkleber untereinander verbunden und an einer Gehäuseverstrebung fixiert.
Bei der zweiten Version wurden die Bauteile aus Schutz vor Schwingungen ("Mikrophonie") in einer dauerelastischen Masse eingegossen.
Für die dritte Variante wurden die einzelnen Wege (Tiefton und Mittelhochton) auf unterschiedlichen Holzbrettern aufgebaut; diese Holzbretter wurden im Innern der Xeo an Stahlseilen quasi freihängend angebracht. 

Die nächste in der Hierarchie ist die Scriptum 6. Ein 4-Wegesystem mit 24cm Dynaudio Bass, 52mm, 28mm und 21mm Kalotten für Mittel und Hochtonbereich. Der Bass arbeitete auf ein mit Variovents belüftetes Gehäuse. Eine Besonderheit bei der Scriptum 6 und Scriptum 7 war die gestufte Schallwand, die zum einen die akustischen Zentren der Chassis in eine Ebene brachte und zum anderen dem Gehäuse durch doppelte (Scriptum 6), bzw. 3-fache (Scriptum 7) Schallwanddicke im Bereich des Basschassis mehr Stabilität verlieh. Klanglich konnte ich mich nie recht mit der 6er anfreunden, da sie mir schlicht zu hell und zu schlank abgestimmt war; sie bietet jedoch eine hervorragende Räumlichkeit.

zum Seitenanfang

Die Scriptum 6S hatte wie schon die Scriptum 5S ein geschlossenes,  pyramidenförmiges Gehäuse und die gleiche Chassis-Bestückung wie die Scriptum 6. Klanglich kann ich zu diesem Modell nichts sagen, da ich es nie gehört habe.
Um das Jahr 1993 bekam die Scriptum 6S als MkII ein neues Baßchassis mit 100mm Schwingspulen-Durchmesser ! 
Stückpreis 1991 (Furnier): DM 3.998,-

zum Seitenanfang

Die zunächst letzte in der Familie war die Scriptum 7. Ein 5-Wegesystem mit 30cm Basstreiber (die Schwingspule hatte einen Durchmesser von 100mm !!), 17cm Tiefmitteltöner und der gleichen Mittel-Hochtoneinheit wie schon aus der Scriptum 6 bekannt. Wie bereits erwähnt besass auch die Scriptum 7 eine gestufte Schallwand. Die Scriptum 7 war übrigens die erste Scriptum, die ich überhaupt gehört habe. Sie trat damals gegen die Crème de la Crème der Lautsprecher an: Quadral Titan, Synthese (die Modellbezeichnung der grössten Variante ist mir entfallen, ich glaube Synthese 1 oder Synthese 4), Cabasse Brigantin, Dynaudio Compound 5. Keine Konkurrentin konnte der Scriptum in Punkto räumlicher Abbildung das Wasser reichen. Und auch der Bass war sehr beeindruckend. Sehr tief hinabreichend, mit der richtigen Elektronik sehr präzise und weiträumig. Dies ist übrigens noch eine der Tugenden der grösseren Scriptums. Bei einer Bass-Drum zum Beispiel hört man bei entsprechender Aufnahmequalität sehr gut, an welcher Stelle im Raum sich das Instrument befindet. Bei vielen Lautsprechern hört man zwar die Bassimpulse, aber die räumliche Abbildung ist verschwommen, oder geht ganz verloren.
Für mein Empfinden ist die Scriptum 7 eher für grössere Räume gedacht. Einen Abstand von mindestens 3 bis 4 Metern zwischen Lautsprecher und Hörplatz sollte man ihr schon gönnen. Und genügend Platz zur Rückwand und den Seitenwänden (!).

zum Seitenanfang

Ungefähr zeitgleich mit der Scriptum 6S wurde auch eine Scriptum 7S vorgestellt. Mit ebenfalls gleicher Bestückung wie die Scriptum 7 gab es bei der 7S ein geschlossenes Pyramidengehäuse. Über den Klang kann ich leider keine Aussage machen, da ich die 7S nie gehört habe.
Stückpreis 1991 (Acryllack): DM 9.998,-
Stückpreis 1991 (Furnier): DM 7.998,-

zum Seitenanfang

Die Scriptum 8 war für noch grössere Räume und für damalige Verhältnisse unglaubliche DM 35.000,- (ca. Paarpreis 1986) erhältlich. Erschienen um 1986 war schon allein die Bestückung eine Klasse für sich. 6 (!) Chassis tummelten sich auf der Schallwand, deren separate  Tiefmittelhochton-Einheit in mehreren Stufen nach vorne geneigt werden konnte, um sie auf den Hörplatz auszurichten. Zwei auf separate Volumina arbeitende Dynaudio 30cm Bässe, ein 17cm Tiefmitteltöner, eine 52mm, eine 28mm Dynaudio Kalotte und ein Vifa Kalotten-Superhochtöner (übrigens der gleiche wie in der Scriptum 1 als Hochtöner eingesetzt wurde, nur strenger selektiert) benötigten dann auch ein ca. 1,70m hohes Gehäuse. Die Anschlussterminals waren für Bi-Wiring und Bi-Amping ausgelegt. Gehört habe ich die Scriptum 8 mit Perreaux PMF 2150 Endstufen im Bi-Amping Betrieb und mit 4 Burmester 850, ebenfalls im Bi-Amping Betrieb. Trotz eingehenden Hörens konnte ich mich nicht mit den 8-ern anfreunden. Sie waren mir immer zu neutral im Klang. Der Funke wollte einfach nicht überspringen. Dabei kann man nun wirklich nicht sagen, dass sie schlecht geklungen hätten. Es gab schon ein deutliches Mehr an Details und Musikinformationen, als bei der Scriptum 7. Der Bass geht weiter runter und ist trockener und präziser, aber die Leichtigkeit der Raumabbildung, wie sie z.B. die 5S bietet, habe ich vermisst. Die 8-er klingen äusserst homogen und ermöglichen ermüdungsfreies Hören auf höchstem Niveaul. Nur wirklich gute Aufnahmen verleiten einen zum Mitwippen. Alle anderen CD’s oder Platten lässt man besser im Schrank.
Stückpreis 1991 (Acryllack): DM 19.998,-

Scriptum 8 MK II (wie auf dem Bild) mit geändertem Tiefmitteltöner.

zum Seitenanfang

Die Scriptum 9 hat bei mir ganz schön für Verwirrung gesorgt. Zunächst hatte ich dieses Modell lediglich auf einer älteren Preisliste gefunden. Nach der Aussage eines ehemaligen Scriptum Händlers hat es die 9er jedoch nie gegeben. zum SeitenanfangNun habe ich Infos darüber, dass sie doch produziert worden ist; das "Gesamtkunstwerk" besteht pro Kanal aus 2 Säulen, eine für den Mittelhochton-Bereich, die zweite für den Bassbereich.
2015 bin ich dem Hinweis nachgegangen, daß einer der Besitzer ein ehemaliger Daimler-Manager gewesen ist. Meine Kontaktaufnahme hat aber leider keine Neuigkeiten ergeben. Also, weiter rätseln.  
Stückpreis 1991: 112.000 DM !!!

Sondermodelle:
Im Nordrhein-Westfalen werden vielleicht noch ein paar Scriptum-Prototypen existieren, die einmal die Nachfolge der Scriptum 4 antreten sollten. Es handelte sich um ein 2-Wege-System mit 28mm Dynaudio-Kalotte und 21cm Dynaudio Bass, der von einer Dynaudio Passivmembran unterstützt wurde. In der Raumabbildung deutlich besser als die Scriptum 4 mangelte es diesen Prototypen klanglich an den Mittellagen. Stimmen lassen den nötigen Nachdruck vermissen. Nach meinem Kenntnisstand wurden aber einige Chassis-Sets unter der Hand als "Selbstbau"-Versionen verkauft.

Außerdem sind noch einige Scriptum 1 als Standboxen entstanden. Ein Schreiner aus Krefeld hat diese für Peter May von TONART hergestellt.

Hinweis zu den Gehäuse-Materialien: Zunächst wurde als Gehäusematerial hochverdichtete Spanplatte (so die Bezeichnung laut Katalog) verwendet, später wurde dann auf HDF (hochverdichtete Faserplatten, ähnlich MDF) umgestellt. Die Lautsprecher wurden über mehrere Jahre komplett bei Dynaudio gefertigt. 

Die Gehäuse der 2S und 4S kamen von ASW aus Vreden, die Gehäuse der Thrax und Xeo stammen von einem Schreinereibetrieb aus Cochem. (danke an Th. Belting für diese Info).

Oberflächen-Materialien: Die Scriptum-Modelle 1, 2, 2S, 3, 4, 4S, 5 gab es in Folie (Holznachbildung), die Modelle 5, 5S, 6, 6S, 7, 7S, 8 gab es lackiert oder in Echtholzfurnier.

zum Seitenanfang

 

 

Stand: 28.09.15
scriptum@jhable.de 

Diese Webseite verfolgt KEINE kommerziellen Ziele und gehört:

Johannes Hable
Brünndlesweg 34
D - 90451 Nürnberg